Der Aufstieg eines Rheintaler Industriepioniers
Gegründet in den Jahren 1902 und 1903 vom Pionier Georg Fey, entwickelte sich die Lackfabrik in St. Margrethen rasch zu einem führenden Akteur auf dem Schweizer Markt. Das Unternehmen erarbeitete sich schnell einen exzellenten Ruf für seine Qualitätsprodukte. Nach dem Tod des Firmengründers im Jahr 1942 übernahm sein Sohn Egon Georg Fey die Führung des Familienunternehmens und baute den Erfolg sowie die Marktpräsenz der weithin bekannten Marke konsequent weiter aus.
Durchdachte Architektur im Zeichen der Feuersicherheit
Auf einer für damalige Verhältnisse riesigen Grundfläche von über 7'000 Quadratmetern erstreckte sich das weitläufige Werksgelände direkt an den strategisch wichtigen Bahngleisen. Wer das Areal genau betrachtet, bemerkt eine architektonische Besonderheit: Die Fabrikations- und Lagergebäude wurden nicht als ein einziger, grosser Block, sondern als separate Einzelgebäude angeordnet. Diese Bauweise war eine reine Vorsorgemassnahme aus Gründen der Feuersicherheit, um im Falle eines Brandes ein Übergreifen der Flammen auf das gesamte Werk und die hochentzündlichen Lösungsmittel zu verhindern.
„Mit dem Wunsch zu verschönern und dem Drang zu bewahren, entstand im Rheintal ein Pionier der Schweizer Lackindustrie.“
Technologische Innovation und Laborarbeit
Technisch spielte die Fabrik von Beginn an in einer ganz eigenen Liga. Ausgestattet mit den modernsten Farbmühlen der Epoche, elektrischen Förderpumpen, Hochleistungszentrifugen und unterirdischen Tankanlagen, die weit über 100'000 Liter fassten, garantierte das Werk eine hocheffiziente und fortschrittliche Produktion. In vorbildlich eingerichteten Labors und hauseigenen Versuchswerkstätten tüftelten die Chemiker zudem unermüdlich an neuen Rezepturen für Lacke, Polituren und Anstrichstoffe für Industrie und Gewerbe, was die Fabrik zu einem echten Innovationsmotor im Herzen des Rheintals machte.